Graz, eine traditionelle und moderne Stadt

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24 Stunden in der steirischen Landeshauptstadt Graz!

In den 90er Jahren habe ich meinen Präsenzdienst am Flughafen in Graz absolviert und kann mich noch gut an die nächtlichen Touren durch die Landeshauptstadt erinnern. Seitdem sind viele Jahre vergangen und nicht nur ich habe mich verändert, sondern auch die Stadt an der Mur. Mögen jetzt manche denken, dass ich als gebürtiger Steirer nur Lobeshymnen auf „meine Landeshauptstadt“ singen kann, aber ich mache das aus einem ganz anderen Grund. Nämlich deswegen, weil Graz einfach eine tolle Stadt ist, die Tradition und Moderne in einer Art und Weise verbindet, wie es in Österreich selten zu finden ist.

Graz ist als zweit größte Stadt Österreichs einfach nicht mit Wien zu vergleichen. Sie ist nicht so groß, aber mindestens so lebendig wie Wien. Eigentlich war unser Ziel ja ein Konzert von Gregor Meyle in den Kasematten am Grazer Schlossberg. Doch die Corona-Krise machte uns einen Strich durch die Rechnung und das Konzert wurde auf 2021 verschoben. Da das Hotel bereits gebucht war, haben wir uns gesagt, dann schauen wir uns einfach Graz an. 

Wegen des Konzertes am Schlossberg habe ich ein Zimmer im NH Hotel direkt am Fuße des Schlossberges am Karmeliterplatz gebucht. Eine richtige Entscheidung, denn das erst seit wenigen Jahren hier erbaute Hotel ist ein modernes, sehr sauberes und vor allem zentral gelegenes Hotel (1 Nacht für 2 Personen 139 Euro inkl. Frühstück). Das Frühstücksbuffet ist sehr umfangreich und bietet alles, was das Herz begehrt und was man von Hotels in dieser Kategorie gewohnt ist. Es gab absolut nichts auszusetzen. Vom Hotel aus sind es nur wenige Schritte die Sporgasse entlang auf den Hauptplatz der Landeshauptstadt. Das Zentrum von Graz bietet so gut wie alle Möglichkeiten für einen gemütlichen Einkaufsbummel. 

Da darf natürlich auch das traditionelle „Kastner & Öhler“ Einkaufhaus in der Murgasse, unweit vom Hauptplatz, nicht fehlen. Aber noch interessanter als die Shopping Mall ist das Kaffeehaus mit Panoramaterrasse und Skywalk am Dach des Einkaufshauses. Ein Besuch sollte bei einem Graz-Tripp auf keinen Fall fehlen, der Ausblicke auf die Altstadt und den Uhrturm ist einmalig und Kaffee, Getränke und Speisen auch sehr gut. 

Ein weiters Muss in Graz ist die unweit entfernte Murinsel. Die schwimmende Plattform wurde im Jänner 2003 eröffnet und im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres neben dem Schlossberg ein zweites modernes Wahrzeichen der Stadt. Neben einem Shop ist ein Kaffeehaus auf der Murinsel untergebracht. Die moderne Lokation ist auf alle Fälle einen Besuch wert. 

Am Abend wartet eine lebendige Innenstadt mit (im Sommer) vielen netten Lokalen mit Schanigärten. Wir entschieden uns für die „L´Osteria“ und dort für einen  „Insalata Campagnola“ (10,50 Euro) mit Roter Beete, Apfel, Wahlnüssen und gebratenem Ziegenkäse und für eine Pizza Degli Artisti (13,00 Euro) mit Schinken, Salami, Paprika, Peperoni, Champignons und Zwiebel. 

Bei unserem Abendspaziergang durch die Altstadt begegneten wir der Nachtwächter-Stadtführungsgruppe. Für das nächste Mal sicher ein Tipp diese zu buchen! Mit einem guten Glas steirischen Weißwein ließen wir den Abend in der „Färberei“ in der Färbergasse ausklingen. 

Der zweite Tag begann mit einem Fußweg auf den Schlossberg. Vom Karmeliterplatz sind es nur ca. 15 Minuten, die man hinaufspaziert. Oben angekommen sieht man wunderschön über die Stadt. Auch ein gemütlicher Rundgang am Schlossberg ist sehr interessant. Wer nicht gerne geht, kann mit einem Lift oder mit der Schlossbergbahn fahren. Vom Schlossberg wieder runter kommt man am schnellsten und am actionreichsten mit der 2019 eröffneten Schlossbergrutsche. Mit 64 Metern die höchste Untergrund-Rutsche der Welt ist sie 175 Meter lang und beschert einen Rutschspaß von ca. 40 Sekunden bei denen man durchschnittlich mit 25 Km/h unterwegs ist. Gefühlt war es aber, vor allem ganz am Schluss, viel, viel schneller. Kostenpunkt 5 Euro pro Person. 

Beim anschließenden Stadtrundgang besuchten wir die (gerade in Renovierung befindlichen) Domkirche und die daneben liegende Mausoleumkirche zur Heiligen Katharina, wo sich das Grab von Kaiser Ferdinand II befindet. Anschließend besichtigten wir noch die bekannte Doppelwendeltreppe in der Grazer Burg. 

Gut und bodenständig Mittagessen kann man im „Die Herzl“ am Mehlplatz. In der altsteirischen Weinstube werden Klassiker der steirischen Küche serviert. Wir entschieden uns für das Mittagsmenü um 8,90 Euro mit Suppe und gebratenem Fischfilet mit Gemüse und Petersilienkartoffeln sowie für einen Steirischen Backhendlsalat (10,90 Euro). 

Mit einer Runde durch den Burggarten endete unser 24-stündiger Aufenthalt in Graz. Vom Einkaufsbummel über kulturelle Fixpunkte bis hin zur Action mit der Schlossbergrutsche kann man in Graz in 24 Stunden wirklich viel erleben. In jedem Fall ist die Stadt jung, sympathisch und dynamisch und verdiente es sich, bald wieder besucht zu werden!

NH Graz City
Karmeliterplatz 4a/4b 
8010 Graz Österreich
Reservierungen +43 126 754 33 
Tel.: +43 316 812300 – 0
www.nh-hotels.com

 

Herzl Weinstube
Prokopigasse 12 / Mehlplatz
8010 Graz
Tel.: +43 316 824 300
www.dieherzl.at

 

L’OSTERIA GRAZ
Mehlplatz 1, 8010 Graz
+43 31683 934310
www.losteria.at

„Genuss ist die schönste Form, das Leben bewusst wahrzunehmen“